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One Life · Lesesaal

Omar Chayyām, um 1120

Vierzeiler

Ein persischer Mathematiker und Astronom schrieb vierzeilige Gedichte über das eine Leben, das wir nachprüfen können. Nach FitzGeralds Übertragung:

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Ach, nutzt, was wir noch ausgeben können, ehe auch wir in den Staub hinabsteigen; Staub zu Staub, und unter Staub zu liegen — ohne Wein, ohne Lied, ohne Sänger und ohne Ende.

Die einen nach dem Ruhm dieser Welt; und andere seufzen nach dem Paradies des Propheten, das kommen soll. Ach, nimm das Bare und lass den Kredit fahren, und achte nicht auf das Grollen einer fernen Trommel.

Der Finger, der sich bewegt, schreibt; und hat er geschrieben, zieht er weiter: keine Frömmigkeit und kein Witz lockt ihn zurück, eine halbe Zeile zu tilgen, und all deine Tränen waschen kein Wort davon fort.

Und wenn der Wein, den du trinkst, die Lippe, die du küsst, in dem enden, worin alles beginnt und endet — ja: dann denke, du bist heute, was du gestern warst — morgen wirst du nicht weniger sein.

Vergeude nicht deine Stunde, noch in der eitlen Jagd nach diesem und jenem Bemühen und Streit; besser fröhlich sein mit der fruchtbaren Traube als trauern nach keiner oder nach bitterer Frucht.

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